Wissenswert

Mein Start ins Jahr 2026

Lesedauer ca. 8 Minuten
Inhalt

Es ist Mittwoch, der 7. Januar 2026, als ich diese Zeilen schreibe.

Eigentlich sollte ich Steuer machen, Insta-Beiträge planen, Nachrichten beantworten oder generell was anderes tun, als das hier zu schreiben. Aber ich nehme mir jetzt einfach mal bewusst Zeit, meine Gedanken hier fest zu halten. So als kleinen Tagebucheintrag. Für das andere auf meiner Liste hab ich ja auch noch bis Ende der Woche Zeit.

2026 – Mein erster Arbeitstag und ein paar persönliche Gedanken. Das neue gregorianische Jahr ist gerade einmal ein paar Tage alt – und trotzdem fühlt es sich an, als wären wir schon wieder mitten im Hustle-Modus. Zumindest für mich…

Ich habe mir vorgenommen, meine Pause wirklich als Pause zu nutzen. Arbeitstechnisch hat das auch ganz gut funktioniert. Aber alles drum herum war wieder einmal viel – zu viel. Familie, Freunde, Termine hier, Verpflichtungen da… Ich hatte mir das alles etwas entspannter vorgestellt. Das soll nicht heißen, dass es nicht schön war. Aber es war eben auch unglaublich anstrengend.

An manchen Tagen habe ich mich bewusst aus Verabredungen rausgenommen und war lieber allein zuhause. Ja, auch das darf man sagen. (Gottseidank kann ich das mittlerweile aussprechen, das war früher nicht so.) Und danke an die, die das verstehen und annehmen können. Ich mag keine Ausreden (mehr) dafür finden, wenn es sich einfach so anfühlt. Manche Menschen haben eben eine größere soziale Batterie als andere – und das ist okay!

Totale Überforderung

In meiner Pause und in den letzten Tagen habe ich natürlich (und glücklicherweise) auch Anfragen für Projekte bekommen. Danke an euch da draußen, falls ihr das lest. Einige sind wohl direkt am Montag wieder in die Arbeit gestartet, ich selbst aber erst heute – wir hatten hier in BW ja noch einen Feiertag.

Als ich dann meine Nachrichten geöffnet habe, musste ich erst einmal alles wieder schließen und durchatmen. Es hat mich regelrecht erschlagen. Panik. Angst. Das Gefühl, nicht allen gerecht werden zu können, weil so viele unterschiedliche Menschen etwas von mir wollten. Ich war erstmal komplett überfordert.

Für mich finde ich es jedoch auch ganz spannend zu beobachten, wie viele am Anfang eines Jahres direkt von 0 auf 100 schalten (können). Vielleicht ist es dieser typische Jahres-Anfangs-Aufschwung – neue Energie, neue Motivation.

Ich muss jedoch ehrlich sagen: Ich spüre das dieses Jahr kaum. Am liebsten würde ich mich weiter einigeln, in meiner muckeligen Höhle bleiben, viel schlafen und die Welt von hier aus beobachten

Aber so richtig geht das leider nicht. Man muss ja weitermachen. Arbeiten. Geld verdienen.. Draußen liegt der Schnee, vieles ist noch ruhig, die Natur schläft. Nur der Mensch düst wieder schnellschnell von Ort zu Ort, von Meeting zu Meeting und von eine Mail in die Nächste.

Was hast du alles schon im neuen Jahr (ab)gearbeitet oder bist du noch ein bisschen in deiner gemütlichen Höhle geblieben? Ich hab heute mal meine Füßchen rausgestreckt aber muckel mich gleich wieder etwas ein. Ich mag die Ruhe noch etwas bewahren.

Vielleicht kann man auch da wieder versuchen, sich ein Stück weit aus diesem starren Zeit-Denken herauszunehmen. Ein „richtiges“ neues Jahr hat für mich ohnehin noch gar nicht begonnen. Für mich startet es eher im Frühjahr, wenn die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht. Aber das darf natürlich jeder ganz für sich sehen.

Wenn man es so betrachtet, gibt es ohnehin viele mögliche Neuanfänge im Jahr. Das chinesische Neujahr zum Beispiel – dieses Jahr beginnt mit dem (Feuer-)Pferd am 17. Februar. Und ja, vermutlich denken viele, dass wir seit dem 01. Januar 2026 schon in dieser Energie sind. Tatsächlich dauert es aber noch ein wenig, bis das Pferd wirklich da ist. Ein Übergang ist zu spüren, aber es hat grad erst angefangen zu laufen.

Mehr dazu habe ich in diesem Artikel verlinkt.

Gleichzeitig leben wir alle auch auf der gleichen Zeit-Linie. Und das merkt man schnell, wenn gefühlt alle gleichzeitig aus ihrer Pause zurückkommen und sofort alles nachholen, auf- oder abarbeiten müssen. Mache ich ja auch. Termine, Nachrichten, Erwartungen – alles auf einmal.

Ist das wirklich ein passender Zeit-Geist für diese Jahreszeit?

Ich versuche zumindest (so gut es geht), dieses Jahr langsam zu beginnen. Langsam ist auch ein Tempo. Auch wenn mir das ehrlich gesagt ziemlich schwerfällt… Vielleicht reicht es schon, sich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass nicht alles sofort passieren muss. Dass auch ein leiser (langsamerer) Anfang ein Anfang ist. Wie ergeht es dir an einem neuen Jahresanfang?

Ich wünsche dir alles Liebe und ein bisschen mehr Ruhe für uns alle – an diesem (gregorianischen) Jahresanfang,

Raum für Gedanken

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